Unternehmen behält Standort Viernheim im Auge:
VIERNHEIM. Pfenning logistics zieht
bekanntlich von Viernheim nach
Heddesheim. Daran ändert sich
nichts. Aber wenn Heddesheim ausgelastet
sei, „wäre es Blödsinn,
Viernheim aufzugeben“, hatte Karl-
Martin Pfenning, der geschäftsführende
Gesellschafter, bei Vorstellung
des Projekts im Februar 2009 gesagt
(wir berichteten). Gestern konkretisierte
Uwe Nitzinger, Geschäftsführer
der Pfenning-Gruppe, die eher
vage Aussage.
Zurzeit denke man über eine
Nachfolgeregelung für das Viernheimer
Gelände nach. Wie hoch ist die
Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen
das angestammte Terrain
in der Brundtlandstadt weiter nutzt?
Auf diese Frage des „Südhessen
Morgen“ wollte sich Nitzinger zwar
nicht äußern. Aber die Tatsache,
dass man in Gesprächen sei, sage eigentlich
schon einiges aus.
Nitzinger äußerte sich anlässlich
eines Besuches des Bergsträßer
CDU-Bundestagsabgeordneten Dr.
Michael Meister. Der Fraktions-Vize
und Finanzexperte informierte sich
über die Aufgaben des größten
Viernheimer Unternehmens.Mit Freude vernahm er, dass
pfenning logistics das Ende der langjährigen
Geschäftsbeziehung mit
dem Waschmittelkonzern Henkel
zum 31. Dezember vollständig kompensieren
konnte. Die rund 50 Arbeitsplätze,
die – samt einem Warenhotel
mit einer fünfstelligen Zahl von
Palettenplätzen – vor Jahren für
Henkel geschaffen wurden, werden
weiterhin gebraucht. Der neue Kunde,
den Nitzinger nicht namentlich
nennen wollte, sei ein „großes regionales
Chemieunternehmen“, mit
dem pfenning logistics auch schon in Lampertheim bei der ehemaligen
Ciba zusammenarbeitet. In Viernheim
gelagert und an Weiterverarbeiter
ausgeliefert würden chemische
Produkte mit niedriger Gefahrenstufe.
Zurzeit liegen in den Regalen
noch viele der Henkel-Waschmittel.
Auch wenn der Vertrag mit
dem Konzern vor einigen Tagen ausgelaufen
sei, so Nitzinger, „wickeln
wir noch die Geschäfte ab“.
Gütergleis bleibt eine Option
„Wie nehmen Sie so eine Entscheidung
auf“, erkundigte Meister sich
nach der Reaktion auf den Rückzug
des langjährigen Partners. „Das
muss man akzeptieren“, betonte
Karl-Martin Pfenning. Wichtig ist für
ihn und Nitzinger, dass „wir im Guten
auseinandergehen“. Grund für
die Trennung seien nicht etwa mangelhafte
Leistungen, sondern die
Tatsache, dass Henkel ein neues
Konzept mit einem eigenen Zentrallager
in Düsseldorf umsetze.
So wird das Ende 2010 stillgelegte
Gütergleis Weinheim/Viernheim
zurzeit – auch für den neuen Kunden
– nicht mehr benötigt. Aber es könne
bei Bedarf jederzeit reaktiviert werden,
so Nitzinger. Das ist – nicht zuletzt
mit Blick auf ein Nachfolgekonzept
für Viernheim – wichtig.

Den vollständigen Artikel aus dem morgenweb (01/2011) gibt es hier. –DOWNLOAD