Sie müssen auf nichts verzichten, außer auf überflüssige Lager

Gerade bei großvolumigen Produkten mit hoher Umschlaghäufigkeit oder bei Produkten mit konstant hohen Absatzmengen (z.B. Dauerniedrigpreis-Artikel) kann es Sinn machen, das klassische Bestandslager auf ein Minimum zu reduzieren bzw. komplett darauf zu verzichten. Anfang der neunziger Jahre kam in der Handelslogistik daher die Idee des "Cross-Docking" auf.
In einem solchen Warenlogistiksystem geht die Ware vorkommissioniert über eine Umschlagsplattform, dem "Cross-Docking-Punkt", direkt an den Empfänger, beispielsweise eine Filiale. Ob man von einem einstufigen oder von einem mehrstufigen Cross-Docking spricht, hängt davon ab, ob die Ware "wie vom Lieferanten verpackt" an der Empfangsfiliale angeliefert wird oder ob erst am Cross-Docking-Punkt die Ware zu logistischen Einheiten gebündelt und einer Filiale zugeordnet wird.

Ziele und Vorteile von Cross-Docking-Systemen:

  • Effizienzsteigerung in der Warenversorgung
  • Bestandsabbau in der gesamten Lieferkette
  • Erhöhung der Verkaufsflächen durch Bestandsabbau am POS
  • Erhöhte Verfügbarkeit am POS durch kürzere Lieferzeiten
  • Kostenvorteil im Transport durch höhere Auslastung der LKW
  • Weniger Verpackungskosten durch konsolidierte Transporte
  • Reduzierung der Rampenkontakte an den Filialen des Handels.